Die Melodie ist längst bekannt, nur die Lautstärke nimmt zu: Der deutschen Wirtschaft gehen die Ingenieure aus, mit dieser Nummer reüssieren schon seit Monaten Unternehmen und Arbeitgeberverbände hierzulande. [...]
Das ist die eine Seite der Debatte. Die andere sieht so aus: Im August dieses Jahres gab es fast 25.000 arbeitslose Ingenieure. Vor zwei Jahren waren es zwar noch 60.000 gewesen. Von einem allgemeinen Mangel könne dennoch nicht die Rede sein, heißt es in einer Beurteilung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Mehr als 9000 Erwerbslose entfallen sogar auf die besonders begehrten Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik, dazu kommen weitere 3800 arbeitssuchende Wirtschaftsingenieure, die ebenfalls gefragt sind. Auffällig ist die Altersverteilung: Nur jeder siebte ist jünger als 35 Jahre alt, aber jeder zweite bereits älter als 50 Jahre.