Junge Ingenieure bescheinigen der Photonik ein großes Innovationspotenzial, wissen aber offenbar noch zu wenig über die Möglichkeiten der Branche als zukünftiges Arbeitsfeld. Das zeigt eine aktuelle Online-Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Branchenverbands SPECTARIS: Knapp jeder dritte Young Professional glaubt, dass er mit seinem Profil keine Chancen in den Optischen Technologien hat. Dabei bietet der mittelständisch geprägte Industriezweig sowohl für Berufsanfänger als auch für Quereinsteiger gute Entwicklungsmöglichkeiten. Innovative Produkte entwickeln zu können, ist für 46 Prozent aller befragten Young Professionals und 40 Prozent aller Studenten ein entscheidendes Kriterium, wenn es um die Wahl ihres Berufsfelds geht. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Befragung unter 250 Studenten und Young Professionals aus den Bereichen Chemie, Physik und Ingenieurswissenschaften.
Photonik schlägt Automobilbranche
Für jeden fünften berufstätigen Jungingenieur (21 Prozent) ist die Photonik die Branche mit dem größten Innovationspotenzial. Mehr gute Ideen trauen sie nur der Informations- und Kommunikationstechnik zu (33 Prozent). Zum Vergleich: Die Automobilbranche bringt es im Ranking der innovativsten Branchen nur auf sieben Prozent. „Die Photonik ist eine der Querschnitts- und Zukunftstechnologien in Deutschland. So werden bereits heute 90 Prozent aller Informationen über Licht transportiert“, sagt Dr. Tobias Weiler vom Branchenverband SPECTARIS. „Unsere Mitgliedsunternehmen investieren jährlich rund zehn Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung – in der Automobilindustrie liegt die Quote erheblich niedriger. Wir sind auf qualifizierte und motivierte Fachkräfte angewiesen, die das Werkzeug Licht ständig optimieren.“
Optische Technologien: Karrierechancen als Lichtingenieur
Offenbar fehlt es jedoch den potenziellen Nachwuchsingenieuren an entsprechenden Informationen über eine Karriere in der Photonik. Mehr als die Hälfte der befragten Studenten und Young Professionals gab an, dass ihnen während ihrer Ausbildung zu wenige konkrete Arbeitsfelder in diesem Bereich aufgezeigt werden bzw. wurden (51 Prozent). 48 Prozent haben sich noch nicht mit den beruflichen Möglichkeiten befasst, die die Branche bieten. Und fast jeder Dritte (30 Prozent) der bereits berufstätigen Befragten unterschätzt seine Chancen, in der Photonik-Branche Fuß zu fassen. „Es lohnt sich, auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen die Chancen zu sondieren, die die optischen Technologien bieten. In der Branche ist interdisziplinäres Arbeiten gefragt. Das bietet auch Quereinsteigern aus anderen Branchen oder Fachbereichen viele Möglichkeiten“, sagt Weiler.